Brasilien - Overview

Brasilien

Brasilien ist ein Land im XXL-Format und in 5 Grossregionen aufgeteilt: den Norden, den Nordosten, den Mittelwesten, den Südosten und den Süden. Insgesamt gliedert sich die gigantische Nation in 26 Bundesstaaten und den Regierungs-Distrikt.

Mit einer Fläche von 8.547.403,5 Quadratkilometern und rund 196 Millionen Einwohnern (Stand Dezember 2012) ist Brasilien das fünftgrösste Land unseres Planeten – grösser als die Gesamtfläche Europas. Als grösstes Land Südamerikas hat es Grenzen zu fast allen südamerikanischen Nachbarn – mit Ausnahme von Chile und Ecuador – insgesamt 23.086 Kilometer.

Sein grösster Nachbar jedoch ist der Atlantische Ozean, mit einer “Meeresgrenze” von 7.400 Kilometern – Strände und nochmals Strände, feinsandig, von ockerfarben bis weiss. Von Ost nach West erreicht das Land in seiner breitesten Ausdehnung 4.300 Kilometer – von Nord nach Süd erstreckt es sich fast bis zur gleichen Länge. Vom 5. Breitengrad unterhalb des Äquators bis zum 30. – das grösste Tropenland der Erde.

Flora und Fauna

Mit der grössten Regenwaldfläche der Erde: von insgesamt 6 Millionen Quadratkilometern entfallen 60% auf Brasilien. Der Regenwald ist die Heimat von 20% aller Pflanzen und Vogelarten unseres Planeten – 10% aller Säugetierarten – einer unschätzbaren Zahl von Insekten und wahrscheinlich um die 2.000 Arten von Fischen.

Durch die immergrüne Wildnis zieht der bezüglich seines Wasservolumens mächtigste Fluss unseres Planeten, der Amazonas seine Bahn – mit 7.300 Kilometern auch die längste Wasserstrasse der Welt. Sechsmal so lang wie zum Beispiel der europäische Rhein, von 1.100 nennenswerten Nebenflüssen gespeist – 20 von ihnen ebenfalls länger als der Rhein!

Oder die Superlative Pantanal mit dem grössten Feuchtgebiet der Erde – ebenfalls in Brasilien: mit einer Gesamtausdehnung von 240.000 Quadratkilometern (160.000 davon in Brasilien) ist der Pantanal von Mato Grosso das ökologische Sanktuarium Brasiliens – das grösste Reservat beider Amerikas mit einer einzigartigen Artenvielfalt, so gross, wie Holland, Belgien und die Schweiz zusammen!

Während der dichte Regenwald des Amazonas die meisten Tiere verbirgt, zeigen sich hier dem erstaunten Besucher Tapire, Wasserschweine, Ameisenbären, Fischotter, Brüllaffen, Ozelots, Pumas und manchmal sogar der Jaguar vor seiner Kamera. Alligatoren und Kaimane, Schildkröten und Leguane, sowie die Anaconda, sieht man regelmässig während eines Ausflugs, und die unzähligen Vogelarten: Reiher, Aras, Tukane und Strausse bieten ein unvergessliches Schauspiel.

Allein die zahllosen, atemberaubenden Naturschönheiten und Nationalparks Brasiliens sind ein Superlativ für sich! Zu Weltruhm haben es zum Beispiel die im Süden gelegenen Iguaçu-Wasserfälle gebracht – für viele Brasilienbesucher sind sie die grösste Attraktion überhaupt: Inmitten eines 250.000 Hektar grossen Urwaldgebietes stürzen sie mit grossem Getöse über ein hufeisenförmiges Felsenrund von vier Kilometern Ausdehnung – in 20 grossen und über 250 kleineren Fällen, die im Sommer 400 Kubikmeter/Sekunde und im Winter 10.000 Kubikmeter/Sekunde an Wasservolumen in eine Tiefe von 80 Metern schleudern.

Bevölkerung

Es ist zirka 50.000 Jahre her, dass die ersten Menschen über die Behringstrasse in den amerikanischen Kontinent eingewandert sind und ihren langen Weg gen Süden begannen. Von ihnen stammen jene nord- und südamerikanischen Ureinwohner ab, die von Kolumbus irrtümlicherweise als Indianer bezeichnet worden sind.

Ein weiterer Superlativ Brasiliens sind die Nachkommen jener ersten Ureinwohner, wie zum Beispiel die Yanomami, Tukano, Krahô, Baniwa und viele andere im Regenwald des Amazonas, einige von ihnen leben noch wie ehemals in der Steinzeit – die sich weitgehend von unserer suspekten Zivilisation fernhalten, ihre eigene Indianersprache sprechen und innerhalb ihrer traditionellen Sitten und Gebräuche leben.

Dazu gehören unter anderem die Kalapalo, Kamayurá, Yawalapití, Kayapó, insgesamt 17 Völker im Xingu Nationalpark von Mato Grosso, die sich aber nicht als “touristische Attraktion“ zur Verfügung stellen, sondern sich ihrer eigenen Tradition verpflichtet fühlen – ihr “Fest der Toten” (Kuarup) ist alljährlicher Treffpunkt aller Xingu-Stämme.

Und die zivilisierten Brasilianer? Die setzen sich aus allen Ethnien und Nationen unserer Erde zusammen. Zum Beispiel aus Menschen, deren afrikanische Vorfahren von den Portugiesen als billige Arbeitssklaven für die Zucker- und Kaffeeplantagen importiert wurden – und andere, die später, nach Abschaffung der Sklaverei, von verschiedenen brasilianischen Potentaten aus den ärmeren Ländern Europas zum gleichen Zweck angeheuert wurden.

Deutsche und Italiener haben sich in Brasiliens Süden niedergelassen – erstere haben dort mit “Santa Catarina” sogar einen eigenen Bundesstaat gegründet, in dem sie nach ihren alten Traditionen leben, die Italiener haben noch weiter im Süden, unter den eigenwilligen Gaúchos, ideale Bedingungen für den Weinanbau vorgefunden – also blieben sie dort. Vornehmlich Japaner versorgen Brasiliens Metropolen, wie São Paulo, Rio de Janeiro und Belo Horizonte mit Gemüse und Früchten – ohne sie wäre die vielfältige Ernährung der Stadtbevölkerung undenkbar. Syrier, Araber, Juden und Chinesen haben Brasiliens Wirtschaft zu dem aufgebaut, was sie heute ist, und sie haben sie fest im Griff. Wie gesagt, im ganzen Land verstreut finden sich Enklaven, die von Einwanderern aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt aufgebaut worden sind.

 

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