Der Nordosten (Anzoátegui, Miranda, Monagas, Sucre)

Der Nordosten (Anzoátegui, Miranda, Monagas, Sucre)

 

Die Nordost Regionen mit Mochima, Monagas und Cumana

Venezuelas Nordosten umfasst den gesamten Bundesstaat Sucre, sowie Teile der Staaten Miranda, Anzoátegui und Monagas. Als Christopher Columbus zum ersten Mal seinen Fuss auf das venezolanische Festland setzte, beschrieb er die Region als das "Paradies auf Erden". Und diese Region mit ihrem kristallklaren, blauen Wasser, ihren Korallenriffen, weissen Sandstränden, Mangroven und bewaldeten Küstenregionen verdient diese Beschreibung tatsächlich.

Puerto La Cruz

Puerto La Cruz ist der jüngere und belebtere Nachbar von Anzoáteguis Hauptstadt Barcelona. Ursprünglich war Puerto La Cruz ein Fischerdorf, und entwickelte sich durch den Tourismus zu einer Stadt mit 220'000 Einwohnern und damit der grössten Touristenstadt an der gesamten Ostküste. Das touristische Zentrum der Stadt befindet sich entlang der Paseo Colón, einer Strandpromenade mit Hotels, Restaurants, Cafés, Reisebüros und Yachthäfen. Vom Hafen gehen mehrmals täglich Fähren nach Margarita, und im Busbahnhof findet man Anschlüsse in alle grösseren Städte Venezuelas. Der nächste Flughafen ist in Barcelona, wo täglich Flüge nach Caracas und anderen Städten in Venezuela abfliegen. Ausflüge im Nordosten und in ganz Venezuela werden in zahlreichen Reisbüros angeboten. Sehr beliebt sind Ausflüge zu den Inseln von Morrocoy und Mochima, zu den Stränden entlang der Küste, ins Orinocodelta, nach Canaima und Caripe, ins Hochland von Guayana, zum Angelfall und in den Amazonas. Entlang des Paseo Colon kann man Boote zu den Inseln mieten.

 

Die Strände in Puerto La Cruz sind nicht sehr attraktiv, das Wasser ist durch den Ölverladehafen und die Abfälle der Stadt verseucht. Aber nur etwa 20 Minuten mit dem Bus von Puerto La Cruz entfernt, findet man an der Grenze zum Bundesstaat Sucre herrliche Strände. Die Küstenstrasse bietet einen wunderschönen Panoramablick auf die Inseln des Nationalparks Mochima.

Barlovento Bay

Das Barlovento umfasst die gesamte Küste des Bundesstaates Miranda, von Higuerote bis Boca de Uchire. Der Küstenstreifen ist nach der Windströmung benannt, die feuchte Luft über die Küste weht, und eine üppige Vegetation gedeihen läßt. Früher hiess die Region "Sklavenküste", nach den Hunderten von afrikanischen Sklaven, die hier an Land gebracht wurden, um in den ausgedehnten Kakaofeldern zu arbeiten. Der afrikanische Einfluss ist heute noch deutlich an den Trommeln und Tänzen in der Musik dieser Region zu erkennen. In den Städten und Dörfern des Barlovento sind sehr schöne Beispiele kolonialer Architektur zu finden. Viele Orte, besonders Boca de Uchire, sind sehr beliebt bei den Venezolanern. Vor allem die Caraqueños kommen am Wochenende in Scharen aus der Hauptstadt, um die entspannende Atmosphäre und das kühle Wasser zu geniessen.

Higuerote

Higuerote, der erste Urlaubsort entlang des Barlovento, ist eine angenehme, kleine Stadt mit etwa 14'000 Einwohnern. Weisse Sandstrände und klares Wasser kennzeichnen die Küste, und der Tourismus wächst zusehends. Die Stadt hat viele Hotels und Posadas, auch Camping ist teilweise möglich. Am besten kommt man mit dem Bus von Caracas oder Barcelona aus nach Higuerote.

Píritu and Puerto Píritu

Píritu und Puerto Píritu sind Zwillingsstädte kurz nach der Grenze des Bundesstaates Anzoátegui, die zusammen etwa 19'000 Einwohner beherbergen. Es sind freundliche, ruhige Städte, mit einer Anzahl von interessanten Kolonialbauten und attraktiven Sandstränden. Die Städte können mit dem Bus von Caracas oder Puerto La Cruz aus erreicht werden, und bieten ausreichend Unterkunftsmöglichkeiten und Hotels. In der Nähe der Städte findet man die Lagune von Píritu mit ihren Mangroven, die bei Ornithologen sehr beliebt ist, sowie die Islas de Píritu, bekannt durch ihre Schwefelsümpfe und die hervorragenden Tauchmöglichkeiten. Ausflüge werden in den Städten angeboten.

Cumanà

Weiter östlich liegt Cumaná, die Hauptstadt des Bundesstaates Sucre. Cumaná ist die älteste Stadt auf dem südamerikanischen Kontinent. Seit der Ankunft der ersten Missionare im Jahre 1506, ist die Stadt geprägt von Konflikten zwischen der einheimischen Bevölkerung, Piraten und Händlern. Es gibt nur wenig koloniale Architektur, da die Stadt schon dreimal von Erdbeben völlig zerstört, und danach wieder aufgebaut wurde.

 

Heute spielt Cumaná eine wichtige Rolle in der Fischereiindustrie und ist eine quirlige Touristenstadt mit 250'000 Einwohnern. Es gibt einige Sehenswürdigkeiten in der Umgebung der Stadt, und man findet viele Hotels, Restaurants und Reiseveranstalter. Die Stadt hat einen Flughafen mit Flügen nach Caracas und Margarita, Busverbindungen nach Caracas, Puerto La Cruz, Caripe und Ciudad Bolívar und täglichen Fährverkehr mit Margarita.

Die Halbinsel Araya and Paría Peninsulas

Nördlich von Cumaná liegt eine Halbinsel mit zwei Armen, die trockene Landschaft mit farbigen Salzseen von Araya, und die üppigen Bambuswälder und Mangroven der Nachbarinsel Paría. Kleine Fischerdörfer liegen entlang der ganzen Küste verstreut. In der Stadt Araya, an der westlichen Spitze der Halbinsel findet man die beiden touristischen Hauptattraktionen, die Salzminen und das Fort Castillo de Santiago. Das Fort wurde im Jahre 1625 erbaut, um die Salzminen gegen Angriffe zu schützen, aber im Jahre 1726, nachdem durch eine Naturkatastrophe die Salzminen überflutet wurden, wieder verlassen. Heute sind die Salzminen wieder in Betrieb und liefern den Grossteil des Salzbedarfs Venezuelas. Man kann beides von Araya aus besuchen. Die Halbinsel hat auch sehr schöne Strände und exzellente Windsurf-Bedingungen, besonders in der Umgebung der Stadt Araya, und man kann schöne Spaziergänge über die Klippen im Norden unternehmen. Es gibt Por Puestos, aber wegen der unzureichenden Strassenbedingungen ist es besser, die Halbinsel im Jeep zu erkunden. Fähren gehen täglich von Cumaná aus, und es sind einige Posadas und Restaurants vorhanden.

 

Weiter östlich, entlang der Nordküste liegt die Stadt Carúpano, in deren Umgebung zwei der schönsten Strände Venezuelas zu finden sind, Pui Puy und Medina. Diese paradiesischen Strände liegen versteckt von dichtem Wald und umsäumt von Palmen. Es sind Unterkünfte vorhanden, und bei Playa Medina gibt es heisse Quellen und einen Wasserfall, die zu Fuss erreicht werden können. Carúpano kann man mit dem Bus von verschiedenen grösseren Städten aus erreichen, und es gehen täglich Flüge von und nach Caracas und Margarita. In dem Dorf Chacopata in der Nähe von Carúpano gibt es auch eine Fähre.

 

An der Spitze der Halbinsel Paría liegt die grösste Stadt, Güiria. Obwohl die Stadt selbst für Touristen nicht besonders attraktiv ist, hat die Umgebung einiges zu bieten. Die umliegenden Berge sind Teil des Nationalparks Península de Paría. In Güiria können auch Ausflüge ins Orinico Delta und zu den Karibikinseln gebucht werden. Die Stadt kann per Bus von verschiedenen grösseren Städten aus erreicht werden, und es gehen Flüge nach Margarita von dem nahegelegenen Flughafen mehrmals pro Woche. Ein regelmässiger Fährbetrieb geht nach Margarita, Trinidad und zu anderen Karibikinseln.

Caripe

Landeinwärts nach Süden windet sich die Strasse durch dicht bewaldete Berge, die von schimmernden Bergseen, malerischen Bergdörfern und Kaffee- Ananas- und Orangenplantagen bedeckt sind. Die Strasse führt bis zur Hauptstadt des Bundesstaates Monagas, der Ölstadt Maturín, welches derzeit die am schnellsten wachsende Stadt der Welt ist, allerdings für Touristen wenig Attraktives bietet. Auf dem Weg kommt man nach Caripe, einem ruhigen Touristenstädtchen in einer schönen Berggegend. Caripe bietet viele Möglichkeiten zum Wandern, Campen, Radfahren und Reiten. Die Stadt hat viele Posadas und Hotels, und kann leicht mit dem Bus erreicht werden. Der nächste Flughafen ist in Maturín, und viele Reiseveranstalter bieten Ausflüge ins Orinoco Delta, die Gran Sabana und zur nahegelegenen Guácharohöhle an.

Nationalparks im Nordosten

Mochima Nationalpark  Nationalparks

Der Nationalpark Mochima bedeckt 94'900 ha Küsten- und Meeresgebiet. Für weitere Informationen über die Inseln des Nationalparks klicken Sie bitte auf den folgenden Link zu den Karibischen Inseln. Der Festlandteil des Nationalparks besteht hauptsächlich aus bergiger Küstenlandschaft, Mangroven, und unzähligen Buchten mit karibischen Stränden. Entlang der Küste dominieren verstreute Bäume, Gräser und Büsche die Landschaft. Weiter im Gebirge wird die Vegetation dichter und üppiger. Farne und Orchideen können überall gefunden werden. Die Tierwelt beheimatet den Jaguar, Faultiere, Kapuzineräffchen, Opossums, Gürteltiere, Wildmeerschweinchen, Leguane und viele Arten von Schlangen und Seevögeln, unter anderem auch Möven und Pelikane.

 

Playa Arapito, Playa Colorada und Playa Santa Fe sind die bekanntesten, unter den Stränden des Nationalparks Mochima. Obwohl sie unter der Woche sehr ruhig sind, verwandeln sie sich am Wochenende und an Feiertagen in teilweise überfüllte Tourismusattraktionen. Das ruhige Wasser lädt zum Schwimmen ein, und man kann Fischerboote zu den nahegelegenen Inseln und Riffen chartern, die hervorragende Bedingungen zum Schnorcheln und Fischen bieten. Weiter im Landesinneren findet man Wasserfälle, klare Bäche und Flüsse mit natürlichen Whirlpools und Bergwanderwege. In fast allen Dörfern findet man Hotels, Posadas und Restaurants und an den Stränden kann man auch campen. Por Puestos, Taxis und Busse fahren die Küstenstrasse entlang, und alle Strände und Buchten sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen.

Rio Chico und der Nationalpark Laguna de Tacarigua Nationalparks

Weiter entlang der Küste kommt man nach Río Chico, einer Stadt die etwa genauso gross ist, wie Higuerote. Die Strände sind sehr schön, und genauso beliebt bei den Venezolanern. Man kommt mit dem Bus von Caracas nach Río Chico, und es gibt ausreichend Hotels und Unterkünfte. Im Hinterland erstreckt sich der Nationalpark Laguna de Tacarigua. Eine der Attraktionen des Nationalparks ist eine Lagune, die vom offenen Meer durch eine Sandbank abgetrennt ist. Der Nationalpark umfasst 18'400 ha Feuchtgebiete, die eine Heimat für viele Seevögel wie Pelikane, Kormorane, Flamingos, Reiher und Ibise ist. Besucher können den Park auf Bootstouren in der Lagune und dem umgebenden Labyrinth von Kanälen und Flüssen erforschen. Man braucht eine Erlaubnis (erhältlich bei INPARQUE), um in den Park zu kommen. Der Eingang liegt in der Nähe des Dorfes Tacarigua.

Península de Paría Nationalpark  Nationalparks

Der Nationalpark Península de Paría liegt in der Bergkette an der nordöstlichen Spitze der Halbinsel Paría und umfasst ein Gebiet von ungefähr 37'500 ha. Die Küstenlandschaft steigt in steilen Hängen bis auf eine Höhe von 1'300 m. Die Küstenlinie ist sehr trocken, währen dichte, tropische Feucht- und Nebelwälder die Berghänge bedecken. Man findet eine Vielfalt von Bromelien, Heliconia, Lianen, Orchideen und viele vom Aussterben bedrohte Tier und Pflanzenarten. An Säugetieren kommen Pumas, Ozelot, Hirsche, Gürteltiere und Affen vor. Man erreicht den Park über die Straße von Carúpano nach Güiria oder per Boot.

Turuépano Nationalpark  Nationalparks

Der Nationalpark Turuépano umfasst die Insel Turuépano im Golf von Paría, südlich der Halbinsel. Er bedeckt etwa 70'000 ha und ist das grösste geschützte Sumpfgebiet Venezuelas. Savannen, Lagunen, Kanäle, Sümpfe, Mangroven, Sumpfwälder und Torfmoore formen eine unglaublich vielfältige Landschaft. Die am häufigsten vorkommenden Pflanzen sind Farne und Moriche-Palmen. Das riesige Feuchtgebiet ist ebenso Heimat einer Vielzahl von Tieren, wie Otter, Tapire, Füchse, Waschbären, Fledermäuse, Wasservögel, Wasserschlangen, Aligatoren und Kaimane. In dem Park leben ebenfalls einige Angehörige des Stammes der Warao-Indianer. Der Eingang des Parks liegt bei Puerto Ajíes und kann nur auf dem Wasserweg erreicht werden.

Cueva del Guácharo Nationalpark  Nationalparks

Der Nationalpark Cueva del Guácharo bedeckt eine Fläche von ca. 45'500 ha. Die Attraktion des Parks ist die Guácharo Höhle selbst, mit einer Länge von über 10,5 km die längste Höhle Südamerikas. Sie wurde zusammen mit ihren einzigartigen Bewohnern, den Guácharos (Fettvögel) im Jahre 1799 von Alexander von Humboldt entdeckt. Der Guácharo, verlässt seine Höhle in der Dämmerung, um sein Futter, verschiedene Saaten, zu suchen. Zur Orientierung benutzt er ein Echolotsystem, ähnlich den Fledermäusen. Die Höhle wird von etwa 25'000 Exemplaren des Guácharo, sowie von Mäusen, Grillen und Krabben bewohnt. Besucher werden von Führen mit Laternen über einen betonierten Weg durch die Höhle geleitet, entlang riesiger Hügel von heruntergefallenen Saaten. Einiger dieser Körner gehen auf, die Pflanzen erreichen jedoch mangels Licht nie ihre echte Größe. Stalagmiten und Stalagtiten bilden mit anderen geologischen Formen interessante Gebilde, die an Tiere oder Pflanzen erinnern, und auch deren Namen tragen. Nur der erste Teil der Höhle ist für Besucher geöffnet. Es ist möglich, weiter in die Höhle hinein zu kommen, dafür ist allerdings eine besondere Ausrüstung und eine Genehmigung der Parkbehörde INPARQUE notwendig. Der Zugang in die entfernteren Bereiche der Höhle hängt allerdings auch von der Jahreszeit ab, da Teile während der Regenzeit im August und September überflutet sein können.

 

Der Rest des Nationalparks ist dichter Wald, mit sehr schönen Wanderwegen, auf denen viele Vögel und Pflanzen beobachtet werden können. Etwa 20 Minuten vom Eingang der Höhle entfernt, gibt es einen schönen Wasserfall, in dem man auch baden kann.

 

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